Urogenitale Chlamydiose – die “stille Epidemie”

by IntelliSex, 25. Februar 2014

Wie versprochen, hab ich nun noch ein paar Infos für euch über die genitale Infektion mit Chlamydien (bakterielle Erreger).
Chlamydien sind nicht leicht zu erkennen, sie weissen keine eindeutigen Symptome auf und noch dazu sind zwischen 50-70% aller infizierten Frauen komplett symptomfrei, tragen den Erreger aber in sich und verbreiten ihn so auch weiter. Aufgrund dieser schweren Erkennung der Krankheit, ist sie auch als die “stille Epidemie” bekannt. Dadurch das die Infektion durch die nicht existierenden Symptome dann auch von einem Arzt selten erkannt werden kann, kommt es bei der Hälfte dieser Frauen zu einem Befall des Uterus und der Eierstöcke (auch Adnexitis oder PID (Pelvic inflammatory disease) genannt). Hierbei bildet sich ein weiss-gelblicher Film über die Schleimhäute (siehe Foto) welcher zu inneren Vernarbungen und Problemen beim Schwanger werden führt.

Bei Männern führt die Krankheit in 50% zu einer Hahnröhrenentzündung (Urethritis) und es tritt eine weiß-durchsichtige Flüssigkeit aus dem Penis aus. Es kann auch zu Fieber und angeschwollenen Hoden kommen. Wenn man diese Symptome nicht behandeln sollte, führen sie innerhalb von 6-8 Wochen zur Unfruchtbarkeit.
Bei circa jeder dritten, durch Chlamydien ausgelösten Urethritis  kommt es bei Männern zu einer reaktiven Arthritis (Reiter Syndrom) hierbei entsteht bis zu 5 Wochen nach der Chlamydiose, eine Entzündung der Gelenke im Bereich der Infektion (Hüfte). Die Arthritis ist eine chronische Krankheit und führt zu dauerhaften Beschwerden und Schmerzen in den betroffenen Gelenken. Also, alles andere als eine Angenehme Angelegenheit aber leider aufgrund der schwierigen oder oft nicht stattfindenden Untersuchung und Diagnose, ein Schicksal vieler infizierter Männer.

Übrigens: Eine Untersuchung nach Chlamydien wird beim Frauenarzt durch einen einfachen Abstrich durchgeführt und ist bis zum 25. Lebensjahr kostenlos und auch der Urologe kann Männer auf Chlamydien testen.

Also: Lieber einmal zu viel als einmal zu wenig testen lassen! 

Auch zu diesem Thema hab ich ein kurzes aber sehr informatives Video für euch gefunden.

Schaut es euch mal an und passt immer gut auf euch auf.
Ahoi, Isa.

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