Im Dschungel der Verhütungsmittel: Was schützt mich wirklich vor Geschlechtskrankheiten?

Im Dschungel der Verhütungsmittel: Was schützt mich wirklich vor Geschlechtskrankheiten?

by Carolin Muschalik, 17. Oktober 2014

Spirale, Minipille, Verhütungspflaster, Kondom, Vaginalring, Hormonimplantat, Diaphragma…Was es heutzutage nicht alles gibt! Bei dieser Fülle an Verhütungs-möglichkeiten muss es doch abgesehen vom Kondom noch andere Mittel geben, die vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützen oder etwa nicht?

Auf diese Frage kann ich euch eine ganz eindeutige Antwort geben. Und die lautet: Nein!

Zwar scheinen die Möglichkeiten und Mittelchen zur Verhütung heutzutage beinahe unbegrenzt zu sein, allerdings ist das Kondom wirklich das einzige Mittel, dass dich und deine Partnerin/deinen Partner davor schützt, sich mit einer Geschlechtskrankheit wie etwa HIV, Herpes oder Hepatitis anzustecken. Das ist deshalb so, weil das Kondom den direkten Kontakt mit den Schleimhäuten der Geschlechtsorgane und somit den Austausch von Körperflüssigkeiten verhindert. Und wie ihr aus den vorherigen Einträgen wisst, ist dies der Übertragungsweg für sexuell übertragbare Infektionen und Krankheiten. Da alle anderen Verhütungsmittel diesen Schutz nicht bieten, sind diese auch keine Alternativen, um STI’s wirkungsvoll entgegenzuwirken.

Das Gerücht, dass Kondome dich nicht vor STI’s schützen, weil sich während des Produktionsprozesses winzig kleine Poren während des Trockenvorgangs im Latex bilden würden, konnte widerlegt werden. Eine Untersuchung der Europäischen Kommission stellte heraus, dass das Kondom bei sachgerechter Anwendung einen nahezu 100%igen Schutz vor gewissen Geschlechtskrankheiten bietet.

Also grünes Licht für die „Lümmeltüte“, denn abgesehen davon, dass sie dich nicht nur vor Geschlechtskrankheiten schützt, verhindert sie auch ungewollte Schwangerschaften. Und da die „Lümmeltüte“ heutzutage nicht nur in allen Regenbogenfarben und mit verschiedenen Texturen erhältlich ist, sondern auch in diversen Geschmacksrichtungen – von Minze bis Schokolade und von Erdbeere bis Banane – sind Spaß und Freude bei der Anwendung nicht auszuschließen 🙂

Doch was ist, wenn ich eine Latexallergie habe? Keine Sorge, denn mittlerweile gibt es auch latexfreie Kondome, die du ganz normal in der Drogerie oder Apotheke kaufen kannst. Diese sind zwar meist etwas teurer, schützen dich aber genauso gut, wie Kondome mit Latex.

Also, wenn ihr das Risiko, euch mit einer Geschlechtskrankheit anzustecken, minimieren wollt, redet mit eurem Partner/eurer Partnerin offen über die Nutzung eines Kondoms. Alternativ könnt ihr auch gemeinsam euer Blut auf STI’s untersuchen lassen und bei einem negativen Ergebnis (also wenn ihr keine übertragbaren Krankheiten habt) auf andere Verhütungsmittel zurückgreifen, allerdings hat dies den Nachteil, dass ihr euch etwas gedulden müsst 😉 Doch soll es mal schnell gehen, wie zum Beispiel bei einem One-Night Stand, bietet der Bluttest allerdings keine Alternative zum Kondom. Wozu auch immer ihr euch entscheidet, habt Spaß, seid offen zueinander und schütz euch!

Abgesehen vom klassischen Kondom für den Mann, das die meisten von euch sicher kennen, gibt es auch das weniger bekannte Kondom für die Frau, das ich euch im nächsten Beitrag vorstellen werde.

Also bis dahin! Und wie Isa nun sagen würde: Ahoi und passt auf euch auf!

Euro Caro

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