Homosexualität – Tabu Thema? Krankhaft? Unnormal? Woher nehmen sich Menschen/ Religionen / Länder das Recht eine sexuelle Neigung zu diskriminieren?

Homosexualität – Tabu Thema? Krankhaft? Unnormal? Woher nehmen sich Menschen/ Religionen / Länder das Recht eine sexuelle Neigung zu diskriminieren?

by IntelliSex, 20. Dezember 2013

Schwul, lesbisch oder bisexuell zu sein, scheint in unserer heutigen Gesellschaft schon ganz normal zu sein, oder zumindest immer normaler. Homosexuelle Ehen sind in Deutschland endlich legal, es gibt Clubs für Homosexuelle und man sieht auch immer öfter – vor allem in Großstädten wie Berlin – Pärchen des gleichen Geschlechts auf den Straßen

Wenn man aber mal genauer nachforscht und sich umguckt sieht man Diskriminierung, Ignoranz und alles andere als Gleichberechtigung.

Es geht noch viel schlimmer. In Indien wurde erst in 2013 Geschlechtsverkehr zwischen Homosexuellen verboten und bei meiner Suche nach Artikeln und Statements über Homosexualität, bin ich auf einen Mann namens Dr. Joseph Nicolosi gestoßen. Er ist Psychologe und Therapeut und ist der Meinung das Homosexualität von Kindern entwickelt wird, da die Rollenverteilung der Eltern nicht korrekt an das Kind weitergegeben wird. Das heisst, homosexuelle Jungs würden eine zu dominante und emotionale Mutter haben und ihr stark verbunden sein, aber die keine emotionale Bindung zum Vater aufbauen können da dieser aggressiv und kühl ist. Deshalb seien diese Jungs dann ihr Leben  lang auf der Suche nach solch einer „Ersatzrolle“ und verwechseln dies mit sexueller Anziehung.

Schon bis hierhin absoluter quatsch, wenn ihr mich fragt. Da erstens nicht jedes Kind mit verschrobenem Eltern – Kind Verhältnis homosexuell ist und genauso wenig jeder Homosexuelle eine verkorkste Bindung zu seinen Eltern hat.

Aber gut, der Herr Nicolosi ist jedenfalls der Meinung, dass Homosexualität ein Defekt ist der nur „repariert“ werden muss und führt deshalb die sogenannte „Reparativtherapie“ durch. In dieser Therapie sollen Schwule oder Lesben lernen keine sexuelle Zuneigung zum gleichen Geschlecht mehr zu spüren und wieder „gesund“ und heterosexuell zu werden. Nicht nur das solche Vereinigungen / Menschen Nährboden für Diskriminierung, Ausgrenzung und Unglück für all diejenigen, die sich als homosexuell bezeichnen darstellen, sondern auch dass sie es mit ihrer Propaganda gegen Homosexualität all denen schwerer oder unmöglich machen ohne Zweifel und Ängste hinter ihrer Homosexualität zu stehen und sich zu outen oder einfach nur zu trauen schwul, lesbisch oder bi zu sein.

Zu dieser, meiner Meinung nach, gewaltigen Dreistigkeit, kommt noch dazu, dass diese Therapie eine riesen Abzocke ist (geldtechnisch und emotional), und der gute Herr durch seinen Titel als Doktor der Psychologie und als Mitgründer und Präsident einer Assoziation die sich der Forschung und Therapie von Homosexualität widmen (NARTH – National Association of Research and Therapy of Homosexuality), auch noch vermeintliche Fachkompetenz besitzt mit der er es schafft unsichere oder durch ihre Religion (wie z.B. dem Christentum) verpönte Jungendliche wie auch Erwachsene dazu bringt ihm Vertrauen und Glauben zu schenken.

Hier hab ich ein Video für euch, in dem ihr dem Herrn Nicolosi mal selbst zuhören könnt:

http://boingboing.net/2013/10/16/steven-fry-let-ex-gay-ther.html

Mich persönlich, hat es sehr entsetzt zu sehen, was für eine Einstellung und auch Überzeugung der Herr Nocolosi zu haben scheint und es bleibt unverständlich für mich wie man jemanden aufgrund seiner sexuellen Neigung diskriminieren kann und ihm meint eintrichtern zu müssen, dass er krank ist.
Im Endeffekt sind Geschmäcker doch in allem verschieden, ob es nun Attraktivität, Essen, Klamotten, Filme oder Musik sind. Jeder sollte das Recht haben so zu leben wie er es möchte solange er damit nicht die Rechte eines Anderen verletzt.

Respekt und Offenheit hat noch nie jemandem geschadet und oft merkt man erst wie verletzend Diskriminierung ist, wenn man sie selbst erfährt.
Ich hoffe ich kann uns allen hiermit einen kleinen Denkanstoß geben.

Passt auf euch auf, ahoi. Eure Isa

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